Comp & Ben – aktuelle Herausforderungen

Comp & Ben – aktuelle Herausforderungen

Comp & BenIn vielen Unternehmen im englischsprachigen Raum gewinnt der Comp & Ben Bereich zunehmend an Bedeutung. Durch die digitale Revolution entstehen neue Perspektiven, die dieses Fachgebiet zu einem strategischen Bindeglied in Sachen Mitarbeiterbindung und -werbung machen. Welchen Herausforderungen werden sich Betriebe hinsichtlich Comp & Ben in der Zukunft stellen müssen?

 

Segmentierung und Differenzierung – zwei Must-have-Tools

Unternehmen haben heutzutage mit gleich zwei Problemen zu kämpfen: der Schwierigkeit, neues Personal zu rekrutieren und der steigenden beruflichen Mobilität vieler Angestellter. Wie können Mitarbeiter ans Unternehmen gebunden werden, sodass sie nicht Gefahr laufen, abgeworben zu werben? Ganz einfach – indem man ihren Erwartungen in Sachen Vergütung entgegenkommt. Das Comp & Ben Department sollte deswegen Wert auf die Einführung personalisierter Gehaltspakete legen, die mittels verschiedener Funktionen wie Lohnerhöhung oder Prämien dabei helfen, die Motivation der Beschäftigten aufrechtzuerhalten und ihr Engagement gerecht honorieren. Um diese Strategie möglichst effizient und einfach anwendbar zu gestalten, sollte sie auf der Differenzierung der Gehälter sowie der Segmentierung der Angestellten basieren – sie können beispielsweise in Berufs- oder Altersgruppen eingeteilt werden. Dieser individualisierte Ansatz kann dabei helfen, die sinkenden Budgets vieler Unternehmen für die Bezahlung ihrer Belegschaft auszugleichen – gemäß dem Motto „one size fits all“ kann inzwischen nicht mehr verfahren werden – stattdessen müssen Prioritäten gesetzt werden.

 

Flexibilität – das A und O der Mitarbeiterzufriedenheit

Beschäftigte legen inzwischen zunehmend Wert auf ihr Wohlbefinden am Arbeitsplatz – viele Unternehmen müssen deswegen unweigerlich mehr Flexibilität in ihre Betriebsabläufe und ihr Personalmanagement bringen. Neue Talente anziehen und das Engagement der Angestellten fördern gelingt nur, wenn der ständige Wandel, dem traditionelle berufliche Strukturen heutzutage unterliegen, beachtet und verstanden wird – Flexibilität wird hier zur Norm. Unkonventionelle Arbeitszeiten, Homeoffice oder Vorbereitung auf den Ruhestand – Arbeitgeber bieten mehr und mehr abwechslungsreiche Optionen, um konkurrenzfähig zu bleiben und qualifiziertes Personal zu werben. Diese Flexibilität könnte bald sogar Einzug in die Gesamtvergütung der Arbeitnehmer halten. Warum sollten diese nicht selbst an der Gestaltung mitwirken und sich beispielsweise für einen höheren Lohn mit weniger Vergünstigungen entscheiden? Anstelle eines unflexiblen, starren Gehaltspakets hat der Beschäftigte die Möglichkeit, je nach seinen persönlichen Bedürfnissen Optimierungen vorzunehmen. Hier spielt die Digitalisierung eine entscheidende Rolle: Mithilfe von Datenanalyse können Unternehmen Vergütungspakete anbieten, die den Erwartungen der Mitarbeiter gerecht werden und ihren Wünschen entsprechen.

 

Neue Technologien – ein integraler Bestandteil der Comp & Ben

Neue Technologien sind mittlerweile ein Grundpfeiler jedes Unternehmens. Die Verantwortlichen des Bereichs Comp & Ben sind hier keine Ausnahme und sollten die Digitalisierung clever nutzen, um eine sinnvolle und gerechte Gehaltspolitik zu entwickeln. Durch Datenabfrage und Datenverwertung können sie zum Beispiel den Gender Pay Gap oder vergleichbare Sachverhalte untersuchen. Langfristig gewinnt künstliche Intelligenz zunehmend an Bedeutung – sie kann anstehende Kündigungen erkennen und die Reaktionsfähigkeit der Vorgesetzten in Bezug auf Mitarbeiterbindung und -werbung fördern. Das Comp & Ben Department sollte es sich außerdem zum Ziel setzen, die Manager des Unternehmens bei der Anwendung der digitalen Tools zu unterstützen, damit sie deren Potential voll ausschöpfen können. Wenn den Arbeitgebern mehr Autonomie in Sachen Vergütungsstrategien übergeben wird, hat der Comp & Ben Bereich die Möglichkeit, Angelegenheiten mit einem noch höheren Mehrwert in Angriff zu nehmen.

Soziologische und technologische Entwicklungen haben einen großen Einfluss auf das Fachgebiet der Comp & Ben eines Unternehmens und seine Funktionsweise. Es ist wichtig, die Strategien den aktuellen Trends anzupassen – gleichzeitig sollten die Verantwortlichen die Ziele des Unternehmens und seine Mitarbeiterpolitik jedoch nicht aus den Augen verlieren.